Sonntag, Mai 20, 2012
   
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Protest gegen Windräder in Varnsdorf

Protest gegen den Bau  von Windrädern auf dem Spicak (Varnsdorfer Spitzberg)

 Eure Mithilfe ist gefragt! Wert euch gegen Windräder an der Spitzkunnersdorfer "Skyline"!!

139 Meter hohe Windräder sollen auf dem Varnsdorfer Spitzberg errichtet werden. Diese prägen dann das Bild von Spitzkunnersdorf.

 

Füllt das beigelegte Formlar aus und schickt es nach Prag, oder gebt es bei

Gerhard (Friseursalon Barsch - Dorfstraße 19 - Tel 035842 26029) ab!!

PROTESTSCHREIBEN HERUNTERLADEN

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit protestieren wir auf das Energischste gegen den geplanten Bau von Windkraftanlagen auf dem Varnsdorfer Spitzberg (Spicak) unmittelbar an der tschechisch-deutschen Grenze mit den unmittelbar betroffenen Ortschaften Waltersdorf, Großschönau Spitzkunnersdorf, Leutersdorf und Seifhennersdorf.

Die Natur ist gerade in der Region des Zittauer Gebirges unser höchstes Gut. Sie  gehört zu den wenigen Reichtümern die es mit aller Kraft zu erhalten gilt.

Unsere Region ist gekennzeichnet durch hohe Arbeitslosigkeit auf Grund von massiven Betriebsschließungen und Arbeitskräfteabbau. Nur unser Kleinod Zittauer Gebirge mit dem eben erst zuerkannten Titel “ Naturpark Zittauer Gebirge“ in seiner Ursprünglichkeit und Naturbelassenheit birgt die Möglichkeit des Ausbaus des sanften Tourismus und einer Nutzung dieses Gebietes zur aktiven Erholung der Bewohner und seiner Gäste in sich.

Nicht nur, dass dieser Bau wesentlich die Möglichkeiten der Nutzung unserer Heimat beeinträchtigt, auch die nachhaltige Verschlechterung der Lebensqualität begründet durch wesentliche Lärmbelästigungen, die nachgewiesenen physischen und psychischen Belastungen auch auf Grund des Licht-/Schattenwurfes sowie die Auswirkungen auf die Flora und Fauna und die gravierenden Veränderungen des Landschaftsbildes sind für uns völlig unakzeptabel!

Wir erwarten von Ihnen gegen den Bau vorzugehen, alle erdenklichen Rechtsmittel auszuschöpfen und von dieser Grenzbebauung Abstand zu nehmen.

Wir fordern von Ihnen den Standort unmittelbar im Naturpark zu verbieten und dem Investor gegebenenfalls einen Ausweichstandort anzubieten.

 

Mit freundlichen Grüßen

PROTESTSCHREIBEN HERUNTERLADEN 

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VARNSDORF SPITZBERG / ZITTAUER GEBIRGE

139 Meter hohe Windräder sollen nur 100 Meter von der Grenze entfernt gebaut werden

Von Katja Zimmermann

Die tschechischenBehörden legen erneut ein Gutachten für die Deutschen zur Stellungnahme vor.


Das überarbeitete Gutachten zum Vorhaben, auf dem Varnsdorfer Spitzberg (Spicák) Windräder zu bauen, liegt jetzt in den Gemeinden aus – Inhalt des Schriftstücks ist die Umweltverträglichkeit der Windkraftanlagen. Die Bürger können Stellung dazu nehmen. Seit 2006 möchte ein privater Investor diese Windräder bauen. Seitdem sind immer wieder Studien erstellt und Stellungnahmen von deutschen und tschechischen Orten und Bürgern gemacht worden. „Für das Vorhaben müsste Varnsdorf seinen Gebietsplan ändern“, erklärt Premysl Brzák aus dem Varnsdorfer Rathaus. Der Stadtrat habe das schon mehrmals abgelehnt, könne aber seine Meinung ändern. Bürgermeister Martin Louka sagte der SZ: „Ich unterstütze das Vorhaben nicht, denn die Natur gehört zu unseren wenigen Reichtümern. Das neue Gutachten sagt:

Was soll genau gebaut werden?

Die zwei Windräder sollen eine Gesamthöhe von 139 Metern, einen Rotordurchmesser von 82 Metern und eine Gesamtleistung von vier Megawatt haben. Außerdem ist der Bau von 580 Meter neuen- und der Ausbau von etwa 1,5 Kilometer Anliegerstraßen vorgesehen. 1,75 Kilometer Kabel werden verlegt. Die Anlage soll 25 Jahre laufen.

Wo sollen die beiden Windräder gebaut werden?

Die eine Anlage soll 100 Meter, die andere 140 Meter von der Staatsgrenze entfernt gebaut werden. Seifhennersdorf liegt 1,2 Kilometer westlich, Leutersdorf 1,9 nördlich, Spitzkunnersdorf 1,6 östlich, Großschönau 2,8 südlich und die Siedlung zwischen Seifhennersdorf und Spitzkunnersdorf etwa 0,5 Kilometer nördlich.

Wie wird das Vorhaben in dem Gutachten bewertet?

Die Anlage hat keine bedeutenden Einflüsse auf das Klima, die gesetzlich erlaubte Lärmgrenze wird nicht überschritten. Da es lauter wird, könnten es einige als Belastung empfinden. Ein sogenannter Stroboskop- (Licht-/Schatten-) Effekt wird höchstens für die Siedlung zwischen Seifhenners- und Spitzkunnersdorf erwartet. Der Einfluss auf das Landschaftsbild ist für Seifhennersdorf mit leicht negativ eingestuft. Der Gutachter empfiehlt, eine niedrigere Bauhöhe zu erwägen. Durch die Windräder kann es zu einer mittleren Beeinflussung der Vogelwelt und zur Beeinträchtigung des Lebensraums der Fledermäuse kommen.

Was soll beim Bau der anlagen beachtet werden?

Unter anderem, dass der Schotter für die Befestigung aus der Umgebung bezogen wird. Wichtig ist auch, dass der Bau nur an Werktagen zwischen 7 und 17 Uhr und nicht in der Nistzeit der Vögel durchgeführt werden darf.

Wo kann man seine Stellungnahmen einreichen?

Jeder kann seine Stellungnahme mit Einwendungen schriftlich bis 23. Februar – in leserlicher Schrift, mit Vor- und Zuname sowie vollständiger Adresse – an das tschechische Umweltministerium senden: Ministerstvo Zivotniho Prostredi, 100 00 Praha 10, Vrsovice, Vrsovická 65, Ceská republika

Das Gutachten liegt bis 11. Februar im Zittauer Salzhaus, in den Verwaltungen Seifhennersdorf, Leutersdorf, Großschönau aus. www.cenia.cz/eia; Vorhabensnummer MZP267

Mittwoch, 26. Januar 2011
(Sächsische Zeitung) 

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Varnsdorfer Windrad-Pläne sind noch nicht vom Tisch

Von Romy Kühr

Das Prager Umweltministerium hat eine Studie zu dem Vorhaben vorgelegt.

Die auf tschechischer Seite in Varnsdorf unweit der Grenze geplanten Windräder sind noch nicht vom Tisch. Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres waren die angrenzenden deutschen Gemeinden um ihre Stellungnahmen zu dem Vorhaben gebeten worden. Leutersdorf, Großschönau und Seifhennersdorf hatten sich dagegen ausgesprochen.

In Seifhennersdorf ist das Pflegeheim nicht weit von dem geplanten Standort entfernt. Die Stadträte befürchten Beeinträchtigungen unter anderem für die Bewohner. Das tschechische Umweltministerium in Prag ordnete eine Prüfung des Vorhabens auf Umweltverträglichkeit an. Die Auswertung liegt dem hiesigen Landratsamt unterdessen vor. Sie wurde an die Stadt Seifhennersdorf zur Information weitergereicht. „Über den Inhalt können wir aber noch gar nichts sagen“, so Bürgermeisterin Karin Berndt. „Die Unterlagen sind in Tschechisch.“ Das Landratsamt bemühe sich jetzt um eine Übersetzung. Vermutlich müssten aber die betroffenen Gemeinden noch einmal eine Stellungnahme zu der Studie abgeben.

Klare Aussagen gibt es zum weiteren zeitlichen Ablauf des Genehmigungsprozesses: Vom 19. April bis 7.Mai liegt die Studie zu den Windrädern im Landratsamt im Zittauer Salzhaus öffentlich aus. Der 18.Juni ist der letzte Termin, dazu Stellungnahmen abzugeben. „An unserer Meinung hat sich nichts geändert“, so Bürgermeisterin Karin Berndt. Seifhennersdorf will die Windräder nicht.

Eine Firma will auf dem Varnsdorfer Spitzberg 96Meter hohe Windräder errichten. Auch der Varnsdorfer Stadtrat steht dem Vorhaben bisher kritisch gegenüber.
Mittwoch, 24. März 2010
(Sächsische Zeitung)

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